Kooperation mit der Janusz-Korczak-Schule (Schule fĂŒr Erziehungshilfe)

Nur auf den ersten Blick liegen die Interessen von Schülern der Janusz-Korczak-Schule (JKS) und die Interessen von Schülern des Schlossgymnasiums weit auseinander. Im Kooperationsskilandheim mit der JKS zeigt sich: Es gibt eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten. Während der fünf Tage in einer einsamen Berghütte im Mittelberg (Kleinwalsertal) können diese Verbundenheiten entdeckt und gefördert werden. Gefördert wird auch die soziale Kompetenz der 10-12 Schüler des Schlossgymnasiums beim täglichen Einsatz auf der Piste: hier kümmern sie sich um 20-30 Schüler der JKS, helfen ihnen beim Skischuhe anziehen, beim Liften und falls das Gleichgewicht nicht mehr zu halten war, auch beim wieder Aufstehen. In kleinen Gruppen gemischter Zusammensetzung werden Grundlagen des Ski- und Snowboardfahrens spielerisch vermittelt. Spielerisch ist auch das Thema beim Abendprogramm. Ohne Fernseher, dafür aber mit umso mehr Brett-, Karten- und Gemeinschaftsspielen klingt der Tag aus. Begleitet wird das Skilandheim von 2 Lehrkräften des Schlossgymnasiums, von 5-6 Lehrkräften der JKS und im Sinne der Präventionsarbeit der Polizei auch von 1-2 ihrer Jugendsachbearbeitern.

Das Skilandheim findet im Rahmen des Präventionskonzeptes des Landes Baden-Württembergs statt. Die Schülerinnen und Schüler trainieren dabei auf der Piste und abends in der Hütte ihre Konflliktlösekompetenz, stärken ihre eigene Persönlichkeit und erhalten dadurch eine gute Voraussetzung zur Lebensbewältigung und -entfaltung. Es wird von den Schülern des Schlossgymnasiums ein hohes Maß an Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein erwartet. Im Gegenzug erhalten die Schüler des Schlossgymnasiums einen Einblick in die Arbeit der Sonderschullehrer. Nicht nur während des Skilandheimes, auch während der normalen Schulzeit haben die Schüler des Schlossgymnasiums die Möglichkeit im Unterricht der JKS zu hospitieren und so den Sonderschulalltag hautnah zu erleben.

Die Kooperation mit der JKS soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden, so sind gemeinsame Spielaktionen, Zirkusaktivitäten und Ausflüge im Rahmen einer AG geplant. Ziel ist eine stärkere Verzahnung der beiden Schule und auch der beiden Schülergruppen, über das Schuljahr hinweg. Wir sind auf dem Weg zu einer gelebte Inklusion, es ist nur die Frage: Wer wird hier von wem mit einbezogen?